PR-Bootcamp Leipzig

Fit wie ein roter Turnschuh dank des „PR-Bootcamps“

„Sind Sie fit für die Digitale Revolution?“, fragte Mynewsdesk verschiedene Mitstreiter aus dem Bereich PR und lud unter dieser Überschrift zum „Bootcamp“ nach Leipzig ein. Das allerdings mit einem Augenzwinkern, denn den über hundert Gästen war klar, dass man an einem Tag alle Themen nur anreißen kann. Geboten wurden jedoch einige Workshops aus ganz verschiedenen Bereichen, die gute Einblicke gaben.

Am besten lernt man Neues in einer angenehmen Atmosphäre

Im Kaiserbad schaffte das Team von Mynewsdesk eine ungezwungene Atmosphäre: Um 9 Uhr startete der Tag mit einem lockeren Beisammensein bei Müsli, frischen Früchten, Smoothies und ganz wichtig: Kaffee!

Dabei hatte sich das Team etwas Schönes einfallen lassen: statt bedruckter T-Shirts erkannte man die Mitarbeiter von Mynewsdesk an den Mynewsdesk-roten Turnschuhen mit einem großen „N“ wie „Newsdesk“ darauf.

Probe des Ernstfalls

Los ging es gleich mit einer Krise, genauer gesagt mit einem Training in Krisenkommunikation. Die Referenten brachten ein eigenes Social Media –Trainingssystem mit, bei dem man selbst testen konnte, was passiert, wenn ein „Shitstorm“ auf Facebook oder Twitter ausbricht. Anhand der Liveübung wurde schnell klar: Das Ganze kann so schnell gehen, dass man sich schon vorher auf den „Ernstfall“ vorbereiten muss. Deshalb der Tipp der Vortragenden: Imaginieren Sie Ihr eigenes Horrorszenario und entwerfen Sie eine Strategie, wie Sie im Team (zusammen mit F&E, Produktion, etc.) auf Vorfälle schnell und professionell reagieren können.

Sind Sie fit für die Digitale Revolution?

Unter diesem Titel wurden uns die Ergebnisse einer von Mynewsdesk durchgeführten Studie vorgestellt. Hier wurde deutlich: ein Großteil der PR-Schaffenden fühlt sich nicht fit für die „Digitale Revolution“. Hauptgrund hierfür sind die alltäglichen Aufgaben, durch die wenig Zeit und Muse zum Umdenken bleibt.

Unser Fazit: Jeder PR-Schaffende ebenso wie alle anderen, die digital kommunizieren, bräuchten regelmäßig Schulungen, um effektiv die neuen Möglichkeiten der Kommunikation nutzen zu können.

Professionelle Filme mit dem Smartphone drehen

Ein (nach eigener Aussage) „Hipster-Fotograf aus Schweden“ drehte live ein kleines Interview-Video und schnitt es dann auch gleich. Wenn man sich Filme auf den Social Media Kanälen dahingehend ansieht, dann merkt man schnell, dass der Großteil ganz einfach mit dem Smartphone gedreht wurde und sicherlich wird diese Form des Filmdrehs immer mehr in der Werbebranche ihren Platz finden – vor allem wenn es um Authentizität geht.

SEO auf den Punkt gebracht

Worauf kommt es neben dem schön geschriebenen Text noch an? Es geht eben nicht darum, der Maschine alles recht zu machen, sondern um guten Content. Das heißt keine hohlen Phrasen, dafür Informationen. Schließlich arbeitet Google daran, die künstlich optimierten Texte zu erkennen und gutem Inhalt, nach dem die Nutzer suchen, den Vorrang zu geben.

Fakenews in aller Munde

Im Anschluss hörten wir, wie man Fakenews erkennt – ein hochaktuelles Thema, das nicht nur die Leser, sondern natürlich auch die „Macher“ beschäftigt. Der wesentliche Unterschied zwischen „wahren“ und „unwahren“ Nachrichten besteht darin, dass bei ersteren zunächst Informationen gesammelt werden, aus denen die Nachricht entsteht. Bei den „Fakes“ steht die Aussage bereits fest und es werden Informationen darum herum gesammelt, die die falsche Nachricht belegen sollen.

Marketing für den Darm

Interessant war auch die Vorstellung der Felix Burda Stiftung. Das Ziel der Stiftung ist es, die Darmkrebsprävention in Deutschland so zu etablieren, dass niemand mehr an der Erkrankung sterben muss. Die komfortable Lage der Stiftung: sie haben ein langfristiges Ziel, zu dem sie sich immer wieder neue Kampagnen ausdenken können. Besonders für Aufsehen sorgte zuletzt der aktuelle Werbefilm, der anhand eines Kinderchores provokant darstellt, welchen scheinbar nebensächlichen Tätigkeiten Erwachsene nachgehen, ohne sich um ihre Gesundheit – speziell die Darmuntersuchung – zu kümmern.

Fazit:

Das „PR-Bootcamp“ war eine lohnende Veranstaltung, aus der jeder Anregungen für sich und seine Arbeit ziehen konnte – jetzt gilt es nur noch, diese zu vertiefen. Für uns wurde viel Bekanntes, auch aus den Erfahrungen mit unseren Kunden heraus, bestätigt. Anderes war neu und eine Bereicherung für die Beratung unserer Kunden. Bei PR geht es eben nicht nur um den Text an sich, sondern auch um das Drumherum, zum Beispiel:

Wie reagiert man im Falle einer Krise richtig und was sollte man vermeiden?

Was gibt es für einfache Tricks, wenn man sich keinen professionellen Fotografen bzw. kein professionelles Filmteam leisten kann?

Was sind gut recherchierte Texte?

Das Thema Digitalisierung betrifft alle und auch im Bereich Kommunikation unterliegt die Art und Weise einem immer schnelleren Wandel. Mit dem Internet 2.0 kamen neue Herausforderungen für die Unternehmen – jetzt gab es direktes Feedback seitens bestehender oder potentieller Kunden. Damit umgehen zu können ist eine Kunst für sich und muss gut durchdacht sein. Damit verbunden ist auch der Bereich Social Media, der in den letzten Jahren rasant gewachsen und heute fester Bestandteil jeder Kommunikationsplanung ist.

Veranstaltungen wie das „PR-Bootcamp“ sind daher nicht nur eine willkommene Abwechslung zum Büroalltag, sondern sie geben Raum, alte und neue Vorgehensweisen anzupassen und zu optimieren.

Einen kleinen filmischen Einblick in den Tag finden Sie hier.