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Die Helden des Alltags brauchen Hilfe: Pressearbeit für Verbände, Organisationen und humanitäre Einrichtungen

Ganz unter dem Motto „Nehmen füllt die Hände, Geben füllt das Herz“ ist die Spendenbereitschaft gerade in der Weihnachtszeit hoch. Ob für Kinder- und Jugendhilfen, eine Tierorganisation oder einem Umweltprojekt: Viele Menschen werden aufgerufen und dazu bewegt, Nächstenliebe zu zeigen und an diejenigen zu denken, denen es nicht so gut geht.

Was als Weihnachtsaktion sehr romantisch wirkt, ist für viele gemeinnützige und humanitäre Einrichtungen ein trauriger Dauerzustand: Die „Helden des Alltags“ arbeiten täglich und setzen sich für eine bessere Welt ein. Dabei sind sie über das ganze Jahr hinweg auf finanzielle Mittel angewiesen.

Um regelmäßig Spenden und ehrenamtliche Helfer zu generieren, bedarf es zum großen Teil einer kontinuierlichen Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Die bloße Erzeugung von Aufmerksamkeit reicht allerdings nicht. Wie jedes Unternehmen brauchen auch die Helden des Alltags klare Botschaften für die Öffentlichkeit, um das Interesse und das Engagement ihrer Mitmenschen zu gewinnen.

PR-Maßnahmen: Engagement ist kein Produkt

Der Einstieg in die Produkt-PR gelingt meistens schnell: Viele versenden sogenannte Rezensionsexemplare als Test an ausgewählte Medien. So haben Redakteure etwas in der Hand und können sich selbst ein Bild machen.

Bei gemeinnützigen Organisationen und Einrichtungen ist es anders, denn ihr „Produkt“ ist nichts Materielles, sondern besteht aus Dienstleistungen, Berichten oder ehrenamtlichem Engagement. Um diese den Redaktionen näher zu bringen, bleiben häufig „nur“ Worte und Bilder, mit denen Interesse erzeugt werden soll.

Doch während sich ein Produkt verhältnismäßig selten ändert und somit immer wieder gezielt neue Anlässe für Presseberichte gesucht werden müssen, kann ein Verein, eine humanitäre Einrichtung oder eine vergleichbare Organisation regelmäßig Aktionen starten, die mit Pressearbeit begleitet werden. Anlässe können z.B. sein:

Auch dieses Jahr haben wir die Town & Country Stiftung mit unserer Medienarbeit unterstützt.
Ein wesentliches Anliegen der Stiftung und der Botschafter ist die Unterstützung und Förderung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen.
Quelle: Christopher Schmid

Zu solchen Aktionen lohnt es sich meistens, Redaktionen einzuladen. Live dabei sein und authentische Bilder schießen überzeugt nicht nur die Redaktion, sondern kommt auch bei Lesern gut an, da sie einen echten Einblick und ein neutrales Berichten gewährleisten.

Bevorzugt sollen die lokalen Medien eingeladen werden. Die Zielgruppe ist klarer definiert, denn es handelt sich um Menschen, die sich über die Vereine und Organisationen in ihrer Umgebung interessieren und im besten Falle engagieren.

Weitere Möglichkeiten, mit deren Hilfe sich die Aufmerksamkeit der Presse sichern lassen, sind Pressekonferenzen und deren Live-Übertragungen. Dadurch werden Interessengruppen auch über weite Distanzen erreicht. Durch das Stellen von Fragen oder Hinterlassen von Kommentaren ermöglicht die Live-Übertragung eine aktive Teilnahme am Diskurs im Anschluss an eine Pressekonferenz.

Falls die Redaktionen eine Live-Berichterstattung terminlich nicht einrichten können, ist es immer wichtig, noch einen Ass im Ärmel zu haben. In diesem Fall ist das ganz klassisch eine Pressemitteilung mit ergänzendem Bildmaterial. Den Redaktionen werden genügend Informationen geliefert, sodass zumindest eine Erwähnung in der Presse möglich wird.

Dialog schafft Vertrauen

Glaubwürdigkeit und Vertrauen werden langfristig auf Basis von persönlichen Interaktionen zwischen der Öffentlichkeit und einer Organisation geschaffen. Besonders Auftritte in sozialen Medien (Facebook, Twitter etc.) gewinnen dabei an Bedeutung. Sie sind nicht nur Verbreitungskanal für die Pressearbeit und Recherchequelle für Journalisten, sondern ermöglichen auch direkte Interaktionen (Likes, Kommentieren, Teilen).

Durch regelmäßige Veröffentlichungen von Beiträgen bleibt ein Verein oder eine Organisation kein anonymes Konstrukt, sondern stellt sich der Öffentlichkeit als vertrauenswürdiger Kommunikationspartner zur Verfügung.

Zu einer immer beliebteren Methode wird die Zusammenarbeit mit Markenbotschaftern. Viele Prominente und Influencer arbeiten gerne vergünstigt oder gänzlich kostenfrei für einen guten Zweck. Sie setzen sich für die Botschaft oder die Institution ein und treten somit als „Markenbotschafter“ auf, was wiederum die Presse neugierig werden lässt und dadurch eine erhöhte Aufmerksamkeit generiert.

Und genau das brauchen Verbände, Organisationen und humanitäre Einrichtungen: Aufmerksamkeit und das Interesse ihrer Mitmenschen, denn gemeinsam erreicht man meistens mehr.