Bildrechte

Von Urheberrecht bis DSGVO: So finden Sie legal aussagekräftige Bilder für Ihre Pressearbeit

Aufmerksamkeit für die eigenen Inhalte zu bekommen, stellt eine tägliche Herausforderung für die PR-Arbeit dar. Besonders im Netz werden Nutzer mit einer regelrechten Informationsflut überschwemmt. Doch wie gestaltet man seine Beiträge interessant und ansprechend? Ein Must-have sind Bilder! Wer seine Inhalte optisch aufwertet, hat eine größere Chance wahrgenommen und in Medien veröffentlicht zu werden. Grafiken und Fotos dienen aber nicht nur der Illustration von Beiträgen. Sie visualisieren die Themen und verhelfen zu einem besseren Verständnis der Inhalte.

Doch wo findet man geeignetes Bildmaterial für die eigene Webseite, einen redaktionellen Beitrag oder einen Social Media Post? Muss man Fotos selber produzieren? Und unter welchen Bedingungen darf man fremde Bilder uneingeschränkt verwenden ohne dabei das Urheberrecht zu verletzen?

Wir haben hier einige wichtige Tipps und Grundregeln für Sie aufgelistet:

  • Verwenden Sie keine fremden Bilder ohne Zustimmung des Rechteinhabers.

Einfaches „Copy & Paste“ von Bildern auf fremden Webseiten kann zu teuren Abmahnungen führen. Deshalb darf man Foto- und Bildmaterial nur mit der Zustimmung der Rechteinhaber für die eigenen Inhalte verwenden. Dafür muss ggf. ausdrücklich beim Anbieter des Materials angefragt werden. Ist der Anbieter selbst Urheber der Bilder, kann er dem Nutzer auf direktem Wege die Verwendung der Bilder gestatten. Ist dies nicht der Fall, sollte man sich vergewissern, ob der Anbieter überhaupt berechtigt ist Nutzungsrechte für das Material freizugeben. Ganz wichtig ist immer: Holen Sie sich eine schriftliche Zustimmung des Urhebers für ein konkretes Foto ein, wenn diese nicht an anderer Stelle vermerkt ist.

  • Beachten Sie immer den Umfang der Nutzungsberechtigung einzelner Bilder.

Möchte man fremdes Bildmaterial verwenden, sollte man sich nicht nur die Erlaubnis zur Nutzung einholen, sondern sich außerdem über den genauen Umfang der Nutzungsrechte informieren. Dabei werden Fragen geklärt wie z.B.:

  • Dürfen die genutzten Bilder durch Bearbeitung verändert werden?
  • Ist die Verwendung des Materials ausschließlich privat oder auch zu kommerziell-gewerblichen Zwecken erlaubt?
  • In welchen Medien ist die Verwendung des Materials erlaubt (Online, Print etc.)? – Diese Frage ist v.a. wichtig für die Auflösung des Bildes.
  • Ist die Nutzung der Bilder zeitlich beschränkt?

Auch hier gilt: Im Zweifelsfall beim Anbieter und Urheber nachfragen und schriftlich bestätigen lassen.

  • Das Urhebernennungsrecht nicht vergessen!

Sobald man die Nutzungserlaubnis des Urhebers für ein Foto erhält, muss man darauf achten, diesen namentlich zu nennen. Als Nutzer ist man grundsätzlich dem Urhebernennungsrecht verpflichtet, sodass die Platzierung eines Copyright-Vermerkes erforderlich ist. In Deutschland muss der Name des Urhebers angegeben werden. Oftmals findet sich an Bilddateien folgende Kennzeichnung: © Name des Fotografen und / oder Name der Agentur, Jahr der Veröffentlichung“

  • Behalten Sie beim Produzieren eigener Fotos die DSGVO im Hinterkopf.

Erstellt man eigene Fotos, kommt es häufig vor, dass Personen abgelichtet werden. Da solche Fotos trotz fehlender Nennung von Namen etc. zu den personenbezogenen Daten zählen, greift in diesem Falle die im Mai 2018 in Kraft getretene Datenschutzgrundverordnung. Die DSGVO enthält zwar keine ausdrücklichen Regelungen für den Umgang mit Fotos oder Videos, orientiert sich aber am „Recht am eigenen Bild“. Laut diesem Gesetz muss vor der Aufnahme von personenbezogenem Bildmaterial stets eine schriftliche Einwilligungserklärung der abgebildeten Personen eingeholt werden.

Eine Einwilligung ist nicht nötig, wenn die abgelichteten Personen nur „Beiwerk einer Landschaft“ und dadurch nicht erkennbar sind. So benötigt man z.B. für Fotos im Fußballstadion nicht das Einverständnis aller abgebildeten Zuschauer.

  • Nutzen Sie Online-Bilddatenbanken.

Auf der Suche nach schnell verfügbaren und qualitativ hochwertigen Bildern für die eigene PR-Arbeit bieten sich als Quelle vor allem Online-Bilddatenbanken an.

Eine der bekanntesten Datenbanken für kostenfreie Bilder ist Pixabay, welche die Bearbeitung und Nutzung sämtlicher Bilder ohne Namensnennung zulässt. Weitere Quellen sind FreeDigitalPhotos.net, FreeImages.com, pexels.com und unsplash.com.

Eine deutlich größere Auswahl an Bildmaterial sowie eine besonders hohe Qualität und Zugriff auf Inhalte mit aktuellen Themen bieten kostenpflichtige Fotoportale. Sehr beliebt ist hierbei die Datenbank Fotolia. Für die Suche nach ansprechendem Bildmaterial sollte man außerdem Shutterstock, Getty Images und Depositphotos ausprobieren.

Bildquelle: Pixabay